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Wer hat sich nicht schon mal darüber geärgert, dass jemand direkt neben dir eine Sternschnuppe gesehen hat und du sie verpasst hast. Für ein bisschen Kleingeld brauchst du dir darüber bald keine Sorgen mehr machen.

Zumindest nicht wenn du in Japan bist. Dort hat eine Firma namens „ALE Co. Ltd.“ die Idee einen Satelliten zu bauen, der im Weltraum kleine Kügelchen abfeuert, die Sternschnuppen darstellen sollen.

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(c)Ingenieur.de

Das funktioniert eigentlich relativ simpel. Der Satellit feuert Kügelchen in einer perfekten Höhe im Weltraum ab. Da natürliche Sternschnuppen nur aus millileter- bis zentimetergroßem Weltraumschmutz bestehen, müssen diese Kügelchen nicht mal groß sein. Wichtig ist nur das Material, damit sie beim Eintritt in die Atmosphäre lange und hell genug leuchten. Schließlich müssen sie in 100 Kilometern Entfernung gesehen werden.

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Der Satellit befindet sich idealerweise über Australien und feuert die Kügelchen in Richtung Japan. 16 Minuten später sind sie dann in Japan zu sehen. Teilweise sollen sie sogar 10 Sekunden lang verglühen und das in deiner Wunschfarbe. Der Satellit hat 300 bis 400 Kugeln im Gepäck, genug also für 20 bis 30 Schauer.

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(c)Raumfahrer.net (Foto: © SkyCanvas)

Kleiner Haken: Für so einen Schauer müssen selbst reichere Menschen tief in die Tasche greifen. Umgerechnet 3,8 Millionen soll das Feuerwerk kosten. Daher rechnet man eher damit, dass es für Veranstaltungen genutzt wird, wie zum Beispiel die Olympischen Spiele 2020, die zufällig in Tokio stattfinden.

Nicht zu vergessen ist aber auch, dass es bei diesem Projekt nicht nur um Unterhaltung geht. Das Unternehmen möchte so mehr über Dichte, Windrichtung und die chemische Zusammensetzung der oberen Atmosphäre erfahren. So heißt es zumindest auf der Website.

Ich bin mir noch nicht ganz einig, ob ich das zu übertrieben oder extrem geil finde. Für Veranstaltungen wie die Olympischen Spiele ist es mit Sicherheit ziemlich cool.

Tüdelü,

Jan