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Warum 40.000 Studenten im Ausland „studieren“

Ich schätze jeder von uns kennt mindestens eine Person, die schon mal im sogenannten „Erasmus-Semester“ war. Sie kamen wieder mit vielen neuen Bekanntschaften, Reisefotos, verbesserten Sprachkenntnissen und einem überzogenen Konto.

Ich selbst war auch weg… in Schweden. Und ja, es ist genau so wie man es sich vorstellt, nur mit mehr Party und weniger lernen. Meine Wahl war schnell getroffen, obwohl es je nach Uni meist hunderte Partnerhochschulen in insgesamt 33 Ländern gibt. Die beliebtesten Ziele sind Spanien, Frankreich und Großbritannien.

Wer jetzt so gar nichts mit diesem Thema anfangen kann, für den folgt jetzt die Erklärung:

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(c) european commission

Wat dat denn?

Also was ist Erasmus? Einfach gesagt ist Erasmus ein Förderprogramm für Bildung der Europäischen Union. Auch sein Namensgeber Erasmus von Rotterdam war ein Verfechter für humanitäre Angelegenheiten. Hinter der Abkürzung versteckt sich aber EuRopean Community Action Scheme for the Mobility of University Students, deswegen kurz Erasmus. Studenten sollen durch ihren Auslandsaufenthalt bessere Möglichkeiten für ihre Zukunft und Karriere bekommen.
Das Programm regelt einiges für die Organisation: für ein oder zwei Semester gibt es finanzielle Unterstützung, die Studiengebühren im Ausland entfallen und die Umrechnung der erbrachten Leistungen an der Heimatuni wird abgestimmt. Dies ermöglicht eine internationale akademische Kommunikation.

Klingt alles sehr öde

Auf keinen Fall. Wo die Organisation aufhört, beginnen die Feierlichkeiten. Der Ruf des chilligen und feuchtfröhlichen Partysemesters eilt voraus. Wieso auch nicht? Tausende Studierende kommen nach Hause und erzählen, was für ein Spaß die Erfahrung war und wie viele Menschen sie kennen gelernt haben. Ob es der längste Partyurlaub oder doch ein lehrreiches Semester wird, hängt von jedem selbst ab. Aber Party trifft es schon ganz gut.

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(c) Staffordshire University

Was muss ich tun?

Eigentlich ganz leicht: Student und EU-Bürger sein, sowie die erforderlichen Sprachkenntnisse für das Gastland erbringen (das gewünschte Niveau ist meistens durch Uni-Kurse zu erbringen). Wichtig ist nur zu beachten, dass das Programm für Bachelor, Master und Doktorate angeboten wird. Deshalb sollte man sich vorab auch Gedanken über die eigene akademische Laufbahn machen. Die könnte durch den Auslandsaufenthalt vielleicht etwas länger dauern.

Mit dem Austausch fährt man tatsächlich nicht schlecht. Mit der zunehmenden Globalisierung macht es einen guten Eindruck auf dem Lebenslauf, ein anderes Land für eine gewisse Weile von innen gesehen zu haben.

Seit 31 Jahren schickt Erasmus nun die Studenten durch Europa und bis jetzt habe ich niemanden gehört, der diese Zeit bereut. Ich würde es auch jederzeit wieder tun.
Am Ende geht es doch nur um das eine… richtig, ums Erfahren. Erfahren, wie wir alle in Europa zusammen leben und wie ähnlich unsere Interessen sein können. Und demnach ist es doch sehr beruhigend, dass es tausende Menschen gibt, die das gleiche auf unserem Kontinenten feiern.

Wenn bei dir jetzt Interesse geweckt wurde, dann kannst du dich hier weiter informieren.

Ciao Kakao,

Lisa